Wie wir in den Wald hineinrufen, so schallt es heraus

Waldweg mit B√§umenWie man den Wald vollm√ľllt, so bleibt er, m√∂chte ich erg√§nzen. Weil wir Menschen der Natur zusetzen, ruft die Bundeswaldministerin Julia Kl√∂ckner zum Internationalen Tag des Waldes am 21. M√§rz zu Achtsamkeit und R√ľcksichtnahme in den heimischen W√§ldern auf. Ob das reicht?

Jeder kann dazu beitragen, dass unser Wald gesund bleibt und dort, wo er geschw√§cht ist, wieder zu Kr√§ften kommt. Das f√§ngt mit eigentlichen Selbstverst√§ndlichkeiten an: Etwa, dass M√ľll nicht in den Wald geh√∂rt. Doch leider sehen wir, dass die illegale Entsorgung zunimmt. F√ľr Waldb√∂den, Pflanzen, Gew√§sser und die Tiere ist das eine gro√üe Belastung. Unsere W√§lder sind sensible √Ėkosysteme, die sich schlecht mit Autobatterien, alten K√ľhlsch√§nken oder Plastik vertragen. Aber auch bereits das versehentlich beim Sport oder Wandern verlorene Papiertaschentuch braucht bis zu f√ľnf Jahre bis es vollst√§ndig verrottet. Bei zur√ľckgelassenen Plastikt√ľten sind es etwa 20, bei im Wald entsorgten Windeln rund 450 Jahre.
Deshalb mein Appell: Unsere W√§lder bieten uns so viel, wir m√ľssen pfleglich mit ihnen umgehen. Zu Achtsamkeit im und R√ľcksichtnahme auf den Wald ‚Äď dazu rufe ich uns alle auf!

Wie recht die Bundeswaldministerin hat! Im Grunde wissen wir es ja, aber einige Dinge sind uns vielleicht noch nicht ganz klar, auf die sie explizit hinweist:

Beispiele, wie lange es dauern kann, bis M√ľll im Wald vollst√§ndig verrottet

  • Beschichtetes Bonbonpapier: 80 Jahre
  • Zigarettenkippe: 10 Jahre
  • Bananenschale: 3 Jahre
  • Kerngeh√§use eines Apfels: 2 Monate

Gr√ľnabf√§lle geh√∂ren ebenfalls nicht in den Wald, auch wenn sie organisch sind. Der Wald ist eine gut abgestimmte Lebensgemeinschaft. Der Gr√ľnschnitt st√∂rt beim Verrotten das Mikroklima, eingeschleppte Pflanzen k√∂nnen die heimische Flora verdr√§ngen.

Wer Abf√§lle im Wald entsorgt, verst√∂√üt gegen geltende Gesetze, es drohen hier Ordnungs- und sogar hohe Bu√ügelder. Die Kosten f√ľr die Entsorgung des M√ľlls im Wald m√ľssen vom Waldbesitzer getragen werden: Im Staats- bzw. Kommunalwald wird dieses letztlich durch Steuern und Abgaben der Allgemeinheit finanziert. Im Privatwald tr√§gt der Eigent√ľmer in den meisten F√§llen die Kosten selbst.
Quelle: BMEL.de

Kommentar der Redaktion: Lassen wir den Worten taten folgen! Jeder kann dazu beitragen, dass unser sch√∂ner Wald, eine Oase und Lebensader, f√ľr Mensch und Tier gesund und √ľberhaupt erhalten bleibt. Durch die trockenen Sommer der letzten Jahre leidet er schon genug, kann jeder bei einem Waldspaziergang selber feststellen.

Nur wer den Wald versteht, erlebt und auch sch√§tzt, kann dessen Funktionen und Aufgaben √ľberzeugend vertreten, nachhaltig vermarkten und ihn damit auch als wichtigen Lebensraum sch√ľtzen.

Quelle: waldbuero.com

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