Neue Online-Richtlinien des Deutschen Presserates

Spezifische Erscheinungs- und Ver√∂ffentlichungsformen in Online-Medien haben neue presseethische Fragestellungen aufgeworfen. Der Deutsche Presserat reagiert darauf mit einer √úberarbeitung des Pressekodex‘. Einer der Schwerpunkte ist der Bereich Nutzerbeitr√§ge (User-Generated Content). F√ľr die Leser bedeuten die √Ąnderungen mehr Transparenz:

  • Die Presse tr√§gt die Verantwortung f√ľr Online-Beitr√§ge, die von Nutzern zugeliefert werden.
  • Von Nutzern zugelieferte Inhalte m√ľssen als solche klar erkennbar sein.
  • Wenn Redaktionen von Verst√∂√üen gegen die Presseethik Kenntnis erhalten, m√ľssen sie diese beseitigen.
  • Leserkommentare in Online-Portalen werden oftmals auch in Printmedien abgedruckt. Dies muss in aller Regel (Ausnahmen m√∂glich) mit dem Namen des Verfassers geschehen. Bei Zweifeln an der Identit√§t des Absenders soll auf den Abdruck verzichtet werden.
  • √Ąnderungen an Online-Texten: Bei Online-Ver√∂ffentlichungen wird eine Richtigstellung mit dem urspr√ľnglichen Beitrag verbunden. Erfolgt sie in dem Beitrag selbst, so wird dies kenntlich gemacht. Formale Regeln, wie die Kenntlichmachung erfolgen muss, gibt es nicht. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Richtigstellung f√ľr den Leser transparent und damit nachvollziehbar ist.

    Ver√∂ffentlichte Nachrichten oder Behauptungen, insbesondere personenbezogener Art, die sich nachtr√§glich als falsch erweisen, hat das Publikationsorgan, das sie gebracht hat, unverz√ľglich von sich aus in angemessener Weise richtig zu stellen.

    Diese Aussage bezieht sich auf alle Arten von redaktionellen Inhalten.

alle √Ąnderungen im Detail nachlesen

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