Me too! geht gar nicht

Dieser Artikel ist eine Fortsetzung von „Mehrverkauf durch Nichtverkaufen“.

Der studierte Marketingfachmann mit Vertriebserfahrung stellte das Gelernte infrage, als er seinen Schuhladen plante und ‚Äěviel Geld in die Hand nahm‚Äú, um 2010 das Gesch√§ft zu er√∂ffnen. Bereits bei der Namensgebung wollte er Assoziationen schaffen, richtig kommunizieren.

Im Handel kalkuliert man Schuhe korrekt.
Die Botschaft war klar:

Niemals Preise reduzieren und Kundinnen nie √ľber den Preis entt√§uschen.

A. lebte von der Stammkundschaft und nicht von Schn√§ppchenk√§ufern. Dabei setzte A. auf ‚Äěau√üergew√∂hnliche Modelle und sog. Klassiker, Modetrends machte er nicht mit.

NO GO

A. w√§hlte seine junge, aufgeschlossene Angestellte gezielt aus: ‚ÄěIch brauche einen Menschen mit hoher Identifikation f√ľr die Arbeit, keinen Vertriebler.‚Äú Die Mitarbeiterin beriet die Kundschaft mit Hingabe und Spa√ü. Fachwissen habe sie sich angeeignet. Fragen, wie ‚ÄěWie kann ich Ihnen helfen‚Äú geh√∂rten zum absoluten NO GO. Vielmehr sch√∂pfte die Angestellte andere M√∂glichkeiten aus, um ein Kundengespr√§ch zu f√ľhren: Sie suchte Themen au√üerhalb des Verkaufs. Miteinander reden erzeuge eine tiefere Kundenbindung als der Schuh selbst, f√ľgte A. erkl√§rend hinzu.

Dieser Beitrag ist veraltet, das Geschäft gibt es nicht mehr. Die Botschaften aber sind weiterhin aktuell.

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