Zuhören und mitreden

Stellen Sie sich vor: Jemand legt Blumen vor Ihre TĂĽr, doch Sie sehen sie nicht, stellen sie nicht in eine Vase und können sich nicht an ihnen erfreuen. Warum nicht? Sie halten Ihre TĂĽre geschlossen. Ă„hnliches gilt fĂĽr den MĂĽll, den jemand vor Ihrer TĂĽr ablädt: Sie können ihn nicht wegräumen, wenn Sie die TĂĽr nicht öffnen. Das alles scheint plausibel. Transportieren wir einen ähnlichen Sachverhalt ins Internet, tun sich viele Unternehmen schwer, weil sie die Dynamik des Webs nicht verstehen.Twitter, Facebook, XING, YouTube – „Brauchen wir nicht!“ höre ich von Unternehmen. Und ob, sie wissen es nur nicht, weil sie ihre TĂĽr verschlossen halten. Trotzdem liegen Blumen und allerlei MĂĽll von Ihrer TĂĽr, den andere sehen, nur Sie nicht. Sie wundern sich, warum niemand zu Ihnen kommt …

Die Autoren des Buchs „Facebook, YouTube, XING & Co.“ Charlene Li und Josh Bernoff schaffen Klarheit in Sachen Marketing und Kommunikation in Zeiten des Internets. Auch ohne tiefgreifende Kenntnisse über Blogs, Wikis, Widgets, Facebook, Podcasts, Tagging und ähnliches verstehen die Leserinnen und Leser, worum es in dem Buch geht: zuhören und mitreden, wahrnehmen und umdenken.

Die Autoren fassen die Bewegung von Menschen, die Onlinetools benutzen, um sich miteinander zu verbinden, mit dem Begriff „Groundswell“ zusammen. „Einfach gesagt ist Groundswell ein sozialer Trend, bei dem die Leute Technologien benutzen, um das, was sie brauchen, voneinander zu bekommen statt von Unternehmen. Dieser Herausforderung müssen sich jetzt alle Unternehmen stellen.“ Das Buch soll helfen, mit diesem Trend fertig zu werden, Groundswell zu verstehen, denn nur so können Unternehmen die Technologien nutzbringend einsetzen.

Die Autoren wissen, wovon sie schreiben: Charlene Li arbeitet bei der renommierten Technologie- und Marktforschungsfirma Forrester Research und gilt als Expertin für den Bereich Social Computing und Web 2.0. Josh Bernoff, Analyst bei Forrester, konzentriert sich auf soziale Technologien und hat bahnbrechende Analysen von Veränderungen in der Medienbranche durchgeführt. Er beriet außerdem Führungskräfte von globalen Unternehmen, wie Cisco, Microsoft, Sony u. a.

Die Verfasser lassen Fallbeispiele aus ihrer Berufspraxis einfließen, aus denen sie allgemeine Schlussfolgerungen ableiten. Li und Bernoff listen weiterführende interessante Internetadressen und geben ganz konkrete Tipps, wie Unternehmen Social Technologies für sich erfolgreich nutzen können, z. B. „klein anfangen“, Planung eines Blogs oder einer Community u.v.m. Einige Fallbeispiele greifen die Autoren in verschiedenen Kapiteln wieder auf und betrachten sie in verständlicher und bildhafter Sprache aus unterschiedlichen Marketing-Blickwinkeln. Li und Bernoff bieten den Lesern Überlegungen an, statt sie zu überreden. Dabei verschweigen sie nicht, dass Groundswell Geld kostet und es auf dem „Minenfeld“ Internet Verluste geben kann. Doch solange man sich das Ruder nicht aus der Hand nehmen lässt, kann man den Kurs beeinflussen, so der Grundtenor.

Immer wieder sprechen die Autoren Gewohnheiten an, die in den Unternehmen dominieren: Marketing-Geschrei, statt zuzuhören, Angst, die Kontrolle über die Marketing-Botschaft zu verlieren und mit negativen Kommentaren umgehen zu müssen. Li und Bernhoff führen vor, wie es denn wäre, all diese „unangenehmen Erscheinungen“ zu ignorieren. Und so bekommt auch der letzte Leser spätestens im Kapitel zur Zukunft des Groundswells das Gefühl, sich mit Twitter, Facebook und all den anderen „Technologies“ auseinandersetzen zu müssen bzw. diese im Unternehmen anzusprechen.

Li und Bernhoff lassen ihre Leser am Ende des Buches im Jahr 2012 aufwachen: „Sobald Sie wach sind, sagt Ihr Telefon … Ihnen Dinge, die es aus dem Groundswell erfahren hat und die Sie wissen möchten.“ Sie reagieren per Feed, Blog, Community usw. und wissen bereits Stunden später, wie die Reaktion des Internets aussieht. „Wieder geht ein Tag im Groundswell zu Ende.“ Die im letzten Kapitel beschriebenen Szenen sind glaubhaft, da es das mobile Internet, Wikis und andere Technologien ja bereits gibt. „Was jetzt noch fehlt, ist die Beteiligung von mehr Menschen und mehr Unternehmen. Sie ist aber bereits im Kommen, und zwar schnell.“

Das Buch „Facebook, YouTube & Co.“ ist keine Lektüre, die man am Stück liest, man muss sich darauf einlassen wollen. Das in drei Teile und zwölf Kapitel gegliederte Buch erlaubt es den Lesern sich vorzuarbeiten. Anhand der Fallbeispiele können sie sich in Situationen hineindenken und Parallelen im eigenen Unternehmen erkennen.

Interessierte Leser werden vielleicht im Internet surfen, um angesprochene Themen besser nachvollziehen zu können oder anhand des Registers noch einmal bestimmte Begriffe aufrufen. Marketer werden sich möglicherweise näher mit einzelnen Situationen auseinandersetzen als andere Leser, die selbst beim Überblättern von Kapiteln dennoch vom Grundgedanken gefesselt werden: den Groundswell nicht bekämpfen, sondern in ihm aufblühen.

Die deutsche Ausgabe des Buches „Facebook, YouTube & Co.“ von Charlene Li und Josh Bernoff ist im Carl Hanser Verlag München erschienen und kostet 24,90 Euro.

Informationen:
294 Seiten
Fester Einband
Pappband
ISBN-10: 3-446-41782-6
ISBN-13: 978-3-446-41782-3

Als PR-Agentin helfe ich Ihnen gerne, den Einstieg in Social Technologies zu schaffen:
1) Ăśber eine Art Brainstorming/Coaching lerne ich Ihr Unternehmen kennen.
2) Aus Ihren Vorstellungen vom „Wo bin ich und wo will ich hin?“ entwickle ich Vorschläge fĂĽr Ihre Social-Technologies-Strategie.
3) Die Umsetzung des Konzepts und die Betreuung Ihrer Projekte beruht auf jahrelanger Webworker-Erfahrung von Hapke Media.

Und auch das sagt das o. g. Buch: Klein anfangen. Ich fĂĽge hinzu: Ja, unbedingt anfangen, von mir aus auch sehr klein.

Warum Sie mein Angebot annehmen sollten? Das Buch beantwortet auch diese Frage: „In ein paar Jahren werden Unternehmen, die bei diesen Aktivitäten nicht mitmachen, aussehen, als wären sie von vorgestern.“

Bei Interesse freue ich mich auf Ihren Anruf (Tel. 09466 911922) oder Ihre Nachricht an moc.aidemekpah@ofni!

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1 Enlightened Reply

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  1. Michael sagt:

    Vielen Dank für Ihren Artikel, ich persönlich glaube, dass Unternehmen in der Tat an dem Social Web nicht mehr vorbei kommen. Dabei spielen meines Erachtens vor allem Marketing- und Kommunikationsmöglichkeiten im Vordergrund, weniger glaube ich daran, dass das Schalten von Anzeigen auf Facebook vielversprechend ist.

    Danke und GruĂź
    Michael

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