Warum gĂĽnstige Webseiten nicht immer billig sind

Für jede Gelegenheit das passende Produkt – dies trifft auch auf Webseiten zu. So kann es sein, dass eine schnell zusammengeklickte Variante ausreichend ist. Im professionellen Umfeld hingegen dürfte dies kaum genügen.

Zwei Vorkommnisse in der vergangenen Woche zeigen (einmal wieder), dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Dienstleister und Auftraggeber die Kosten einer Webseite überschaubar hält.

Kleine Ă„nderungen mit groĂźem Aufwand

Mit der Bitte, Ă„nderungen an seiner vor wenigen Monaten fertig gestellten Webseite vorzunehmen, wandte sich ein Unternehmer telefonisch an mich. Dabei beklagte er, dass das Backend (WordPress) schrecklich unĂĽbersichtlich sei und die bisherige Dienstleisterin

die ganze Zeit nur abkassiert

habe. Schon Recherchen und mein erster Blick in den Quelltext und auf die Webseite (Frontend; kein Backend-Zugang) offenbarten Sicherheitsmängel und eine extrem langsame Ladezeit. Hat da jemand geschludert? Oder war es der Kunde, der sich vom vielleicht günstigen Preis hat anlocken lassen?

In diesem Fall sah ich zunächst einen erhöhten Beratungs- und Abstimmungsbedarf in Hinblick auf Kosten und Nutzen, weil der Unternehmer nach seiner Aussage weder eine Schulung noch weitere wichtige Unterlagen erhalten hatte. Letztlich nahm der Anrufer Abstand. Störte er sich möglicherweise am Beratungshonorar? Sucht er weiter nach einem billigeren Anbieter?

Ein mit Optionen ĂĽberladenes Backend ĂĽberfordert so manchen Nutzer und bremst die Ladezeiten.

Ein kleiner Button, das geht doch schnell

Im zweiten Beispiel bat ein Kunde einen mir bekannten Dienstleister um die Implementierung eines Buttons, mit dem sich Gutscheine bezahlen und ausdrucken lassen. Die Aufklärung durch den Dienstleister brachte Ernüchterung: Mit Klick auf den Button wird eine Funktion aufgerufen, die natürlich programmiert werden muss. Die Bezahlschnittstellen und die rechtlich korrekte Umsetzung sind weitere Überlegungen, die der Kunde wohl nicht bedacht hatte und das Projekt zunächst auf Eis legte.

Budget im Auge behalten

Jedes Unternehmen muss wirtschaftlich denken und handeln. Ein guter Webdienstleister wird nach Wegen suchen, das geplante Vorhaben auf der Grundlage des zur Verfügung stehenden Budgets optimal zu planen und zu realisieren. Beispielsweise kann im Vorfeld geklärt werden, welche Aufgaben der Kunde selbst erledigen könnte (Texte schreiben, Fotos/Videos bearbeiten und weboptimiert zur Verfügung stellen), ggf. nach einer Schulung.
Auftraggeber werden – bildlich gesprochen – keinen Wagen der oberen Mittelklasse fahren, wenn sie einen Kleinstwagen bestellen. Auch das wird allen Beteiligten klar sein.

Ein erfolgreiches Webprojekt entsteht, wenn Dienstleister und Auftraggeber offene Fragen ansprechen und sich in mehreren Besprechungen abstimmen. Nur so werden Kunden befähigt, die für sie optimalen Entscheidungen zu treffen. Auch wenn Geschäftsführer manchmal unruhig auf ihrem Stuhl herumrutschen (alles schon erlebt), die anderen Aufgaben müssen bis nach der Besprechung warten. Auf

Sie machen das schon

sollte sich kein Dienstleister einlassen.

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