Ungebetende Anrufe

FinanceScout24 informiert √ľber die dreisten Maschen von Call Center Agenten, um Gesch√§fte anzubahnen:
Mit zweifelhaften Argumenten schwatzen sie den B√ľrgern Produkte und Dienstleistungen auf, die diese gar nicht brauchen. Oftmals verunsichern sie die Verbraucher auch mit unerw√ľnschten Ratschl√§gen und schrecken dabei auch nicht davor zur√ľck, verbalen Druck auszu√ľben. Der Datenschutz bleibt dabei meistens auf der Strecke. Und die Aussagen der vermeintlichen Experten sind oftmals inhaltsleer oder schlicht falsch.

Als willkommener Anlass f√ľr diese sogenannten Cold Calls dienen den Anrufern das B√ľrgerentlastungsgesetz sowie Steuer√§nderungen f√ľr 2010. Wenn die Angerufenen nachhaken, warum ausgerechnet sie auserw√§hlt wurden, hei√üt es lapidar, man sei von der Bundesregierung beauftragt worden. Nach dem Regierungswechsel in Berlin h√§tten Unternehmen wie die „Wirtschaftskanzlei Bernhart“ ein Mandat bekommen, die B√ľrger zu informieren. Und die Telefonnummer habe das „beauftragte“ Unternehmen beispielsweise von Klicktel erhalten.

Dieses Vorgehen ist an sich schon unlauter. Noch schlimmer sind die inhaltlichen Aussagen der Anrufer, die darauf abzielen, den Verbrauchern ein schlechtes Gewissen zu machen. Ein Beispiel: Aktuell laufe die zweite Telefonwelle. Die erste sei Ende November zu Ende gegangen. Nur bis zum 30. November h√§tten B√ľrger Zeit gehabt, beim Finanzamt die Erh√∂hung des Grundfreibetrages einrichten zu lassen. Wer diese Frist vers√§umt habe, gehe 2010 leer aus, k√∂nne die Erh√∂hung aber zumindest f√ľr 2011 beantragen. Nichts von dem ist zutreffend, wie sich das unabh√§ngige Verbraucher- und Finanzportal FinanceScout24 von Wirtschaftspr√ľfer und Steuerberater Stefan Schwedler aus Dresden best√§tigen lie√ü: „Der Grundfreibetrag wird automatisch auf 8.004 Euro angehoben, B√ľrger m√ľssen daf√ľr nicht das Finanzamt kontaktieren.“

Das eigentliche Ziel dieser Anrufe ist es denn auch, einen Termin beim potenziellen Kunden zu vereinbaren, um „zahlreiche weitere Sparm√∂glichkeiten“ zu besprechen, die f√ľr 2010 noch drin seien – man m√ľsse aber sp√§testens bis zum 31. Dezember 2009 handeln, immer verbunden mit dem Hinweis auf das 2010 in Kraft tretende B√ľrgerentlastungsgesetz.

Wer sich jedoch umfassend und neutral beraten lassen will, sollte auf keinen Fall Termine mit solchen Anrufern vereinbaren,

r√§t Dr. Errit Schlossberger, Gesch√§ftsf√ľhrer des unabh√§ngigen Verbraucher- und Finanzportals FinanceScout24. Er warnt auch davor, Unterschriften zu leisten, beispielsweise auf Datenschutzbestimmungen, die das illegale Vorgehen legitimieren k√∂nnten.

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