Ostern bald ohne Osterhase?

Kaninchen

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In Deutschland wird der Feldhase bundesweit in der Roten Liste als „gefĂ€hrdet“ gefĂŒhrt – und dennoch gejagt. Nach Angaben des Wildtierschutzes spricht vieles dafĂŒr, dass der von einer Vielzahl von GrĂ€sern und WildkrĂ€utern lebende MĂŒmmelmann heute, zehn Jahre spĂ€ter, in vielen BundeslĂ€ndern zu den „stark gefĂ€hrdeten“ Arten gehört.

Die grĂ¶ĂŸten Chancen einen Feldhasen anzutreffen haben SpaziergĂ€nger an Ostern in den westlichen BundeslĂ€ndern, insbesondere in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, entlang des Oberrheins in Baden-WĂŒrttemberg und in Bayern. Mit etwas GlĂŒck sieht man auch in Hessen und Rheinland-Pfalz nochmal den Osterhasen, im Osten allerdings gibt es kaum noch Vertreter seiner Art.

Der Deutsche Jagdverband macht regelmĂ€ĂŸig StichprobenzĂ€hlungen, rechnet diese auf Deutschlands Großlandschaften hoch und kommt so zu Zahlen, die nur einen leichten RĂŒckgang oder gar eine Erholung der Populationen vorgaukeln,

so der Wildtierschutz Deutschland e.V.

Allerdings beanstandet der Verein, dass in den wenigen teilnehmenden Revieren vornehmlich dort gezĂ€hlt wird, wo auch tatsĂ€chlich Feldhasen vorkommen, weil Agrar- und Forststrukturen bei den Hochrechnungen wohl nicht oder unzureichend berĂŒcksichtigt werden und weil es im Interesse der JĂ€gerschaft liegt, einen möglichst hohen Bestand vorzutĂ€uschen. Schließlich werde Lepus europaeus, so sein lateinischer Name, nach wie vor in ganz Deutschland im Rahmen von Treibjagden gejagt.

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