Historisches Erbe der Zisterzienser

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Buchneuerscheinung

Foto: Sabine Zoller

Foto: Sabine Zoller

Als Historikerin hat sich Sabine Zoller erneut mit der Geschichte von Bad Herrenalb beschäftigt. Für das aktuell erschienene Kompendium „Kirchen und Klöster der Zisterzienser. Das evangelische Erbe in ökumenischer Nachbarschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz“ hat Sie den Beitrag zum Herrenalber Kloster Alba Dominorum verfasst. Das kunsthistorische Handbuch, das die Ordensgeschichte der Zisterzienser beschreibt, ist als spiritueller Kunstführer im Kunstverlag Josef Fink erschienen und präsentiert auf 320 Seiten wissenswertes und interessantes über das Erbe der Zisterzienser – ein idealer Reisebegleiter, der in jedes Handschuhfach passt der unterwegs zu spontanen Entdeckungen einlädt.

Als architektonisches Erbe der Zisterzienser ist noch heute die Klosterkirche und das „Paradies“ in Bad Herrenalb touristischer Anziehungspunkt für viele Schwarzwaldreisende. Graf Berthold III. von Eberstein Herrenalb gründete 1149 das Kloster Alba Dominorum aus Dankbarkeit dafür, dass er vom 2. Kreuzzug wohlbehalten in die Heimat zurückkehren durfte. Das Hauskloster der Stifterfamilie übergab er den Zisterziensern. Nach schweren Beschädigungen im 30-jährigen Krieg wurde das Kloster 1649 aufgelöst. Die Reste der romanischen Vorhalle, 1200 errichtet und in der Spätgotik 1462 erhöht, diensten einst den Konversen als Versammlungsraum und sind bis heute stumme Zeugen der Vergangenheit.

Nach der Reformation entstand in Herrenalb ebenso wie in vielen anderen Zisterzienserniederlassungen eine evangelische Gemeinde, von denen heute etwa 120 in der „Gemeinschaft Evangelischer Zisterzienser-Erben in Deutschland“ in regelmäßigem Kontakt zueinander stehen. Mit der Loccumer Erklärung von 2005 sieht diese Gemeinschaft ihre Aufgabe darin, „das reiche spirituelle Erbe der mittelalterlichen Zisterzienserbewegung im Geiste der lutherischen Reformation neu zu entdecken und für das Leben der Gemeinden und des einzelnen Christen nutzbar zu machen“.

Zehn Jahre nach dieser Erklärung ist nun durch die intensiven Bemühungen des Herausgebers, Pfarrer Paul Geißendörfer aus Heilsbronn, ein reich bebildertes Nachschlagewerk erschienen. Neben der Gemeinschaft der evangelischen Kirchengemeinden, Klöster, Konvente und Kommunitäten in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz (95) sind Katholische Zisterzienserklöster mit bestehenden Konventen in Deutschland (13), in Österreich und Südtirol (12) sowie in der Schweiz (5), das Lügumkloster in Dänemark und Mariengarten in Südtirol vertreten.

Jedem Kloster ist ein historischer Abriss sowie eine Überblick über sehenswerte Kunstausstattungen gewidmet und wird ergänzt durch Angaben zu Gottesdienst- und Öffnungszeiten, Führungen sowie kulturellen Höhepunkten wie den „Klassik im Kloster“ Konzerten in Bad Herrenalb.

„Kirchen und Klöster der Zisterzienser. Das evangelische Erbe in ökumenischer Nachbarschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz“

  • 320 Seiten
  • zahlr. Abb.
  • Format 140 x 210 mm (ISBN 978-3-89870-820-3)
  • 24 €

Bei Goldschmiede Holdermann, Kurpromenade, Bad Herrenalb erhältlich.

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  1. Herzlichen Dank,
    dass auch die Klassik im Kloster Konzerte im Bericht über Bad Herrenalb Erwähnung fanden

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