Handyortung lÀsst Kassen klingeln

Die Vernetzung im Web basiert auf Hyperlinks. Wo der Nutzer beim Klick auf einen Link landet, ist nicht immer sofort ersichtlich.  Deshalb ist in jedem Fall Aufmerksamkeit geboten, vor allem wenn ein Angebot mit Kosten verbunden ist. Und GlĂŒck hat, wer davon rechtzeitig Wind bekommt;)

Im hier geschilderten Fall ist es mir gelungen, rechtzeitig zu reagieren. Gegenstand ist der Internet-Service „NowHere“, der per Handy die Ortung von Personen anbietet.

Hinter nowhere.de verbirgt sich laut AGB die Burda Digital Ventures GmbH. Allerdings werde ich heute berichtigt: Burda Wireless GmbH. Auf der Startseite von nowhere.de heißt es: „Orte deine Freunde ĂŒber’s Handy und finde heraus wo sie rumhĂ€ngen!“

Bei diesem Gedanken möchte so mancher sein Handy lieber zuhause lassen. TatsĂ€chlich scheint der Service „NowHere“ nicht ganz unumstritten, liest man die Meinungen im Internet. Deshalb habe ich mir die Sache ein wenig genauer angesehen und bei der Burda Wireless GmbH nachgefragt.

Ein Affiliate-Link fĂŒhrt mich zur Landing-Page http://www.nowhere.de/landing/lbs_handyregister02/metap02. Die schreit geradezu nach „Ausprobieren!“ Ein vertrauliches „Du“ suggeriert Bekanntheit und NĂ€he. Ganz klar, wer hier besonders angesprochen werden soll: Jugendliche. Nicht in erster Linie die, die ihre verloren gegangene kranke Oma in der Stadt suchen wollen, sondern die mit den vielen Handy-Kontakten. Und wer noch nicht 18 Jahre alt ist, lĂ€sst halt den besten Freund orten, wird sich so mancher MinderjĂ€hrige denken. Der gute Freund ist dann Vertragspartner und rein rechtlich der Zahlemann, wenn etwas aus dem Ruder lĂ€uft.

Prinzipiell kann es in bestimmten Notfallsituationen nĂŒtzlich sein, seinen genauen Standort zu kennen oder eine hilfsbedĂŒrftige Person zu orten. Doch mĂŒssen Feunde immer wissen, wo sich der andere gerade befindet? SchĂŒrt das nicht auch Misstrauen?

„NowHere“ findet das anscheinend nicht und wirbt krĂ€ftig mit dem Ausprobieren-Slogan. Auf www.nowhere.de können Nutzer dazu eine beliebige (!) Handynummer eintragen.
Nach deren Absenden erscheint auf dem Bildschirm eine Aufforderug, die PIN einzugeben. Das allein schon kann zu MissverstĂ€ndnissen fĂŒhren: Obwohl NowHere zeitnah eine SMS mit der PIN zuschickt, gibt der Handybesitzer vielleicht voreilig seine eigene Handy-PIN ein. Außerdem kann die SMS manipuliert werden, kritisieren VerbraucherschĂŒtzer.

Die Handynummer muss durch die PIN bestĂ€tigt werden. (Muss sie das wirklich? Das habe ich noch nicht herausgefunden – siehe AGB.) Die PIN wird per SMS ĂŒbermittelt, also im Missbrauchsfalle auch an denjenigen, der den Service gar nicht bestellt hat.

Nach dieser PIN-SMS habe ich nicht weiter reagiert und lieber einmal in die AGB geschaut.

„Zur Freischaltung des Ortungsdienstes sind bis zu 2 SMS notwendig.“ Aha, eine habe ich ja schon. Vermutlich, und das wird in den AGB nicht genau erklĂ€rt, ist man nach Abschicken der PIN dabei. Wer also ausprobiert und nicht binnen einer Woche widerruft, hat einen Vertrag geschlossen und bekommt vermutlich die BestĂ€tigungs-SMS (2. SMS). In Zahlen sieht das dann so aus: Die Einzelortung kostet derzeit 0,49 Euro, das Wochenabo 2,99 Euro. Ob das den Nutzern im Detail klar ist?

Auf meine Anfrage an die Pressestelle des Unternehmens antwortet der GeschĂ€ftsfĂŒhrer Jörg Sigmund im Klartext: „Wenn Sie die PIN durch Eingabe auf der Webseite bestĂ€tigen, haben Sie sich fĂŒr unseren Service angemeldet (SMS Opt-in Verfahren). Sie mĂŒssen sich danach noch bei Ihrem Netzbetreiber zur Ortung frei schalten sowie Ihre Email-Adresse korrekt bestĂ€tigen.“

Auch ohne Freischaltung des Netzbetreibers wird der unvorsichtige Ausprobierer zur Kasse gebeten, das geht hier beinahe ein bisschen unter, finde ich. Oder aber verstehe ich immernoch nicht? Bei E-Mails schreibt der Gesetzgeber ĂŒbrigens ein Double Opt-in vor.

Aus den AGB
Unter Punkt 1 liest der Nutzer: “Du trĂ€gst die Verantwortung fĂŒr alle Handlungen, die unter Verwendung Deiner Zugangsdaten vorgenommen werden.“
Auch Leistungen durch Partnerunternehmen von NowHere (siehe Punkt 3 der AGB) bekommen Abonnenten auf’s Auge gedrĂŒckt: „NowHere behĂ€lt sich vor, kommerzielle Angebote von Partnerunternehmen anzubieten und dieses jederzeit zu Ă€ndern oder einzustellen. Falls Du die Leistungen von Partnerunternehmen in Anspruch nimmst, kommt ein VertragsverhĂ€ltnis ausschließlich zwischen Dir und dem Partnerunternehmen zustande.“

Die Haftungsfragen klĂ€rt der Betreiber unter Punkt 5: “ NowHere ĂŒbernimmt keine Verantwortung fĂŒr die Kommunikation zwischen Nutzern 
“, „ 
NowHere ist als Diensteanbieter jedoch nicht verpflichtet, die von Dir ĂŒbermittelten oder gespeicherten fremden Informationen zu ĂŒberwachen oder nach UmstĂ€nden zu forschen, die auf eine rechtswidrige TĂ€tigkeit hinweisen.“

Bleibt nun noch die Frage, wer neben dem Handyprovider und der Burda Digital Ventures GmbH außerdem Kenntnis von „deinem“ Standort und den Daten bekommt. Genau das fragen sich besorgte Internetnutzer, die in Foren und Blogs ĂŒber das Thema Handyortung und die verschiedenen Anbieter diskutieren. Von Bewegungsprofilen und Abzocke ist die Rede. Ich habe den Betreiber von NowHere gefragt und diese Antwort bekommen:
„Die Daten zu Ihrer Handynummer sind verschlĂŒsselt in unserer Datenbank gespeichert. Unser Kundencenter kann anhand der Mobilfunknummer bestimmte Parameter bezĂŒglich der Bezahlhistorie ĂŒber eine Bedienmaske abrufen und Servicepakete stoppen und Profile löschen sowie den Kunden ĂŒber weitere Funktionen und Möglichkeiten des Services informieren.  Zu korrekten Abwicklung des Services sind wir an die Schnittstellen aller Netzbetreiber angebunden und beachten die von den Netzbetreibern und der Bundesnetzagentur festgelegten Regelungen zur Abwicklung von Zahlungen ĂŒber das MobilfunkgerĂ€t. Wir sind darĂŒber hinaus Mitglied in der Vereinigung „Verhaltenscodex Premiumdienste Mobilkommunikation“, die die Selbstkontrolle und Weiterentwicklung verbraucherfreundlicher Branchenrichtlinien sich zur Aufgabe gemacht hat. “

An Beispielen mit Negativ-Erfahrungen mangelt es dennoch nicht. Bekannt wurde mir der Fall eines erfahrenen Internetnutzers, der sich kostenlos unter www.nowhere.de registriert hatte und nach 2 Wochen eine SMS mit der AbbungsbestÀtigung von 2,99 Euro erhielt. Ihm war nicht klar, dass er einen Vertrag geschlossen hatte. Wie klar mag es so manchem Jugendlichen sein, der in seiner Begeisterung mal eben die PIN abschickt?
Der Betroffene im genannten Beispiel schickte eine E-Mail, um seinem Ärger Luft zu machen und gleich die SMS zur KĂŒndigung hinterher. Danach war Ruhe. Sein Geld war dennoch futsch.

Man muss kein großer Mathematiker sein, um nachrechnen zu können, was so ein Klick und  das Nichtlesen (und Nichtverstehen) der AGB der Firma Burda Wireless GmbH in die Kassen spĂŒlt.

Bei der ganzen Geschichte frage ich mich natĂŒrlich, wer pro Woche 15 Ortungen braucht. Heißt es demnach neuerdings nicht mehr: „Darf ich dich gelegentlich anrufen?“, sondern „Darf ich dich gelegentlich orten?“ Immerhin, man/frau muss gefragt werden. „Zum Beginn können sie sich nur selber orten. Wenn sie jemand als Freund/In anfragen und diese/r die Anfrage akzeptiert oder sie eine Freundesanfrage akzeptieren, haben Sie danach die Möglichkeit auch diesem Freund/In die Erlaubnis zu erteilen, dass er/sie sie orten darf“, gibt Jörg Sigmund Auskunft.

Unklarheiten ausrÀumen, das ist mein Anliegen in dieser Thematik. Nun sollen Nutzer zu Wort kommen, die bereits mit NowHere arbeiten. Wir alle sind gespannt.

Das Internet – unendliche Weiten
In Anlehnung an den Star-Trek-Slogan betrachte ich das Internet: Es ist voll von interessanten Objekten: Informationen, spannenden Geschichten, Multimedia-BeitrĂ€gen, KommunikationskanĂ€len und und und, aber auch von „Subjekten“ – Kriminellen und Fallenstellern. Dieser Tatsache sollten wir uns als Internet-User immer mal wieder bewusst werden, auch ohne dass „etwas passiert“ ist. Wer’s nicht glaubt, liest am besten die Informationen von Sophos und Trend Mircro in diesem Blog.

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18 Enlightened Replies

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  1. Andreas von der Eltz sagt:

    Leider ĂŒberliest man den Punkt der Kosten sehr schnell. Man ist heute leider gewohnt, dass diese Communitys kostenlos sind und nur fĂŒr eventuelle Zusatzdienste Kosten anfallen, die man ja nicht zu buchen braucht.
    …ein dummer Irrtum!
    Ich könnte schwören, dass ich diese dumme Web-PIN nicht eingegeben habe, weil mir das zu windig vorkam, aber wie soll ich das beweisen?
    Nachdem ich mich bei Burda Wireless beschwerte, kam eine lange Mail, wo mir der Vorgang erklÀrt wurde.
    Unter anderem las ich : „Wir sind leider nicht in der Lage, die IdentitĂ€t einzelner Nutzer zu ĂŒberprĂŒfen. Wenn der Dienst unbefugt fĂŒr eine nicht auf die eigene registrierte Rufnummer aktiviert wird, haftet derjenige fĂŒr evtl. eintretende SchĂ€den. “
    Soso…
    Eine Gutschrift der 2,99 EURO habe ich nie erhalten, weil man bei Burda der Ansicht ist, der Anmeldeprozess sei wasserdicht.
    Hier könnte der Verbraucherschutz mal testen, ob das wirklich stimmt.
    FĂŒr mich heißt der Dienst nun NoWhere nicht mehr NowHere!

  2. hexy sagt:

    Hallo,

    auch ich wurde durch diesen „Dienst“ abgezockt!
    Nachdem ich nun schon das 2.Mal auf meiner t-mobile-Rechnung die Leistung von BURDA Wireless drauf hatte (beim 1.Mal hab ich es wegen zu viel andrem Stress vergessen nachzuforschen), telefonierte ich soeben erst mit t-mobile, danach mit BURDA Wireless.
    Ich erfuhr, dass die 14,95 pro Monat deswegen angefallen waren, da ich mich irgendwann auf der Site http://www.nowhere.de registriert hÀtte.
    Doch davon weiß ich nichts!!!
    Ich habe auch niemals eine SMS bekommen, die ich bestÀtigt habe.

    Nun, ich habe diesen Service natĂŒrlich sofort gekĂŒndigt …
    meine mittlerweile 29,90 gezahlten Euros aber sind leider weg 🙁

    Es sollte hier dringend was unternommen werden, damit diese Firma nicht noch mehr abzocken kann!!!

    mfg,
    hexy

  3. Andreas H. sagt:

    Auch ich wurde wie Andreas von der Eltz von NowHere.de reingelegt. Denn ich hab die PIN zwar angefordert, aber sie niemals auf der NowHere.de-Seite eingegeben, weil im gleichzen Atemzug nach Name, Adresse, E-Mail-Adresse gefragt wurde und ich dann doch auf Nummer sicher gehen wollte. Das war wohl nichts…

    Mitlerweile sind es ca. 8 Tage her, seitdem ich die PIN angefordert habe, ich habe heute Nacht eine SMS von vodafone bekommen, wo mir mitgeteilt wurde, dass nun das Abo von NowHere.de aktiv ist und mich wöchentlich (!) 3,99 € kostet. Habe das Abo nun per Anruf bei NowHere (Nummer steht nicht auf der NowHere-Webseite, aber ist zumindest bei Vodafone unter den „Kontaktdaten des Servcepartners“ zu finden, wobei es natĂŒrlich eine 01805-Nummer ist, welche 14 C/Min kostet) beendet, die 3,99 € sind allerdings wohl weg.

    Darf denn sowas sein, oder ist das (wie ich befĂŒrchte) mal wieder eine LĂŒcke im System, da ein Einspruch seitens des Kunden ihn einfach zu viel Arbeit, MĂŒhe, Geld und Nerven kostet (im Vergleich zu den relativ geringen Kosten des Abos) und der Servicebetreiber von der viel zu trĂ€gen Rechtsprechung in diesem Land provitiert?

    GrĂŒĂŸe,
    Andreas H.

  4. Ramona Hapke sagt:

    Nachdem immer wieder Ă€hnliche Beschwerden gepostet werden und mich zahlreiche Mails dazu erreichen, möchte ich NowHere um eine Stellungnahme bitten. Darin heißt es „… Internetnutzern erklĂ€ren, wie die MissverstĂ€ndnisse, um es vorsichtig auszudrĂŒcken, zustande kommen und was Ihr Unternehmen unternimmt, damit solche Ärgernisse nicht mehr vorkommen?
    Die Richtigstellung/Berichtigung/Anleitung, wie immer Sie es nennen möchten, dĂŒrfte auch im Interesse eines reibungslosen GeschĂ€ftsaublaufes bei Burda Wireless sein.“

  5. AK sagt:

    Guten Tag,

    mein Telefon wurde mir im Urlaub gestohlen. Ich habe Anzeige (im Urlaubsland) erstattet. 4 Tage spĂ€ter bekomme ich eine sms von nowhere (die Nummer war 30600) mit meiner angeblich angeforderten PIN auf mein Ersatzhandy, welches jetzt wieder unter meiner alten Nr. erreichbar ist. Angeblich hĂ€tte ich eine PIN angefordert und eine Abo bestellt. Das konnte aber gar nicht sein, da ich noch nie auf deren Webseite war und eine Handyortung fĂŒr mich nie in Frage kommen wĂŒrde.

    Einen Tag spÀter erfahre ich, dass ein Bekannter meine Nummer auf einer Seite von nowhere.de oder Burda oder wem auch immer eingegeben hatte um mir zu helfen. dabei hatte er nur meine Nummer eingegeben, sonst nichts.

    Auf die SMS von nowhere habe ich natĂŒrlich nicht reagiert und bin gespannt, was die nĂ€chsten Wochen so bringen. Es kann ja nicht sein, dass irgend jemand meine Nummer irgendwo eingibt und ich dann einen von mir nie abgeschlossenen vertrag kĂŒndigen muss.

    GrĂŒĂŸe

  6. Niewel Heinz JĂŒrgen sagt:

    Ihre Mitteilung
    Hallo,Guten Tag Allerseits!
    Ich habe nicht alle Berichte gelesen aber es ist im Grunde immer das gleiche,da wird eine Handy-Ortung und fadenscheinigen Gesichtspunkten angeboten man denkt sich nichts dabei und fĂŒr nichts ist man ruck zuck einige €®s los.Ich bin schon etwas Ă€lter aber neu im Dasein des Internets und auch wenn man Älter ist und sich nicht auskennt hat man schnell was an der Backe, das wollte ich Allgemein mal erklĂ€ren.Mir ist folgendes passiert.
    Kontrolliere mein Guthaben auf mein Praiped Handy und wundere mich das ich nur noch 2 von 11 € auf meinen Konto habe.Habe sofort versucht mich mit der Telekom in Verbindung zu setzen ging nur ĂŒber eine Mail,ich musste ein Einzelverbindungsnachweis beantragen.Der kam heute .Darauf war zu sehen 3×2,99€ abgebucht NOWHERE MW mehr ist nicht zu lesen.Dann gegoogelt und festgestellt das ich nicht der erste bin dem auf diese Art und Weise Geld abhanden gekommen ist.Jetzt konnte ich mich erinnern wie das kommen konnte.Ich habe eine Web Seite besuchte wo dieses Orten 15x kostenlos angeboten wird nichts von Abo oder das irgend welche kosten abgebucht werden.Ich habe diese Seite nochmals aufgerufen, heute und es ist noch immer das selbe mit der kostenlosen Ortung, zumindest 15x am Anfang.so verstehe ich das.Traurig das solche Abzocke noch möglich ist.Es muss doch möglich sein das solche Leute aus dem Netz verschwinden,ich wĂŒrde gerne helfen klagen oder irgend was wenn man eine Chance hat.Vielleicht weiß jemand Rat.Mein Geld ist weg ich werde es auch nicht mehr zurĂŒck bekommen fĂŒr mich sind zehn Euro viel Geld als FrĂŒhrentner.
    Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
    H.J.N

  7. Stoehr sagt:

    Ihre Mitteilung

    Mir ist es aehnlich ergangen, wie andere hier berichten. Nach einigem Hin und Her mit dem NowHer-Team per Email weiss ich nun, dass mein Vertrag angeblich 45 Sekunden nachdem ich die SMS bekommen hatte zustandegekommen sei. Das ist absolut unmoeglich, zumal ich niemals die PIN auf der Webseite einegeben habe. Ich bestehe auf der Rueckzahlung, auch wenn es nur 11,97 EUR sind. Habe mich auch an die Verbraucherzentrale Muechen gewand. Tun Sie es auch, ich hoffe, wir koennen den Leuten das Handwerk legen.

  8. lomaschu sagt:

    Hallo, auf meiner Telefonrechnung waren im Januar und Februar zwei BetrĂ€ge mit ca. € 15,– und € 12,– ausgewiesen. Nach RĂŒckfrage bei T-Mobile stellte sich heraus, es handelt sich um einen Ortungsdienst, Nowehere, es soll ein Abo fĂŒr diesen Dienst abgeschlossen worden sein. Allerdings kann ich mich nicht erinnern jemals ein solches Abo abgeschlossen zu haben. Ich habe darauf hin die ominöse Firma, Burda Wireless, angeschrieben. Mir wurde mitgeteilt, es wurde ein Abo mittels Internet und SMS abgeschlossen. Ein von mir angeforderter Nachweis fĂŒr den Abschluss wurde mir nicht erstellt. Mittlerweile bin ich ziemlich sauer, es geht mir nicht um diese beiden BetrĂ€ge, sondern um diese bodenlose Frechheit dieser Firma.
    Jetzt habe ich dieser Firma geschrieben, dass ich Strafanzeige wegen Betrug stelle und erneut um einen Nachweis gebeten. Die Antwort kam mit dem Hinweis, einen Nachweis erbringen sie erst wenn es zu einem Rechtsstreit kommt. Gleichzeitig haben sie mir angedroht möglicherweise wegen falscher Anschuldigungen gegen mich vorzugehen.
    In verschiedenen Foren habe ich sehr viele EintrĂ€ge von ebenfalls geschĂ€digten gelesen. Mittlerweile macht es mir regelrecht Spaß, diesen, bei uns in Bayern sagt man Grattlern, das Handwerk zu legen.
    Vielleicht sollte man sich zusammentun und eine Sammelkalge machen?
    Gruß von lomaschu

  9. Karlo sagt:

    Ich habe eben gerade auf http://www.sms-guide.de/nowhere-de-handyortung-1-woche-kostenlos-testen-367.html von dem handyortungs-dienst nowhere.de gelesen und dachte mir, dass ich das mal auprobieren mĂŒsste. Denn dort liest es sich eigentlich ganz gut und man wird auch darauf hingewiesen, dass man sofort kĂŒndigen kann oder sonst 3,99€/Woche zahlen muss.
    Dieser Artikel schreckt mich dann doch wieder etwas ab 🙁

  10. Ramona sagt:

    geĂ€ndert am 15.04.2010@Karlo: Die verlinkte Seite wirbt mit Linkpartnerschaft! Sie steckt voller Links zu Nowhere, da verdient einer krĂ€ftig mit. Im Impressum ist namentlich keine Person erkennbar, die hinter dem Angebot steckt. Irgendwelche Vermutungen 😉 ?
    Ich habe den Link stillgelegt, sowas wĂŒrde ich hier niemals durchgehen lassen!

  11. Hans Stoehr sagt:

    Ihre Mitteilung

    Habe am 30.3.2010 Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in Muenchen erstattet. Die Antwort von Staatsanwaeltin Brunner ca. 6 Wochen spaeter: „Ansatzpunkte fuer eine Straftat sind vorliegend nicht erkennbar.“
    Meine Meinung: Da hilft, wenn ueberhaupt, nur eine Sammelklage.

  12. Ramona Hapke sagt:

    Herr Stöhr, es tut mir sehr leid, auch meine BemĂŒhungen um mehr Informationen fruchteten nicht. Ich hoffe nun, dass Sie, genĂŒgend Kraft vorausgesetzt, in der Sache weiterkommen, ggf. mit anderen zusammen.

  13. Sylvi sagt:

    Leider existiert diese hier erwÀhnte Seite noch immer.
    Hinter der 01805er Hotline Nummer verbirgt sich die 089-9250-1384.
    Man landet sofort bei einem Mitarbeiter, der die KĂŒndigung annimmt und prombt eine BestĂ€tigung per SMS sendet.

    Viel Erfolg !

  14. Milagros sagt:

    Handyortung lĂ€sst Kassen klingeln – auch wenn es so aussieht …….

    Kostenlose Handy Ortung
    Genaue Handy Ortung von Freunden. 15 mal gratis, dann 3,99 pro Woche!
    NowHere.de/Handy_Ortung

    #

    ich habe heute bei der Recherche fĂŒr meine MA-Thesis auf eine Seite gestoßen, die mir eigentlich weiterhelfen soll, die aber eine Werbung beinhaltete: Handyverortung. Dabei dachte ich in der ersten Linie an Verortung von verlorenen Handys. Da mein schönes und gepflegtes Handy letztens in der Kölner City entwendet worden ist, wollte ich mal hinschauen. Insbesondere, da es ausdrĂŒcklich stand: KOSTENLOS. darauf geklickt und ich wußte schon, dass es um ötrliche Identifikation von Personen geht. Nun da ich nur eine Nummer auswendig weiß, nĂ€mlich die von meinem Freund, tippte ich sie ein und dann drĂŒckte ich auf weiter. danach kam die Aufforderung, dass ich meine PIN Nummer eingeben soll – bei solchen Aktionen höre ich sofort auf. Hier natĂŒrlich auch. Ich habe die Seite geschlossen und weiter recherchiert. Nach paar Stunden rief mich mein Freund mit der Frage ob ich ihn vielleicht nicht hab verortnen lassen. Ich erzĂ€hlte ihm die Geschichte und er meinte, dass er schon die Himmel und Erde in Bewegung setzte, weil er nicht wusste was los war – weil er nĂ€mlich eine Rechnung per Sms erhalten hat. Er muss dafĂŒr 16€ bezahlen – Gibt es hier noch Grenzen???

  15. Ramona sagt:

    @ Milagros Wirklich unglaublich! Ich weiß nur, dass sich Nutzer darum bemĂŒht haben und ich selbst auch, die großen TV-Medien fĂŒr das Thema zu interessieren. Leider sieht der Betreiber NowHere selbst keinen Bedarf aufzuklĂ€ren. Ist ja nur ein kleines Blog hier. Doch die sozialen Netzwerke haben schon manches Licht ins Dunkel gebracht.

  16. Milagros sagt:

    Vielen Dank Ramona fĂŒr die rasche RĂŒckmeldung.

    Das ist kaum zu glauben – meine MA-Thesis beschĂ€ftigt sich zum großen Teil mit den Social Media und ich lese fast jeden Tag von Best Practise, wo normale Menschen ganz große Unternehmen fĂŒr unfairen Service o.Ă€. richtig gut bestraft haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man so was wie diese Dienstleistung dulden kann.
    Ich werde hier meine Vorstellungskraft in Bewegung setzen – zwischendurch natĂŒrlich.
    schöne GrĂŒĂŸe

  17. Ramona sagt:

    @Andi WĂ€re eine schriftliche KĂŒndigung nicht besser? Am besten per Einwurfeinschreiben, das ist ein wenig gĂŒnstiger als das „normale“.

  18. René sagt:

    Auch ich bin Opfer geworden. Habe keine PIN eingegeben. Leider hatte ich kurz spÀter mein Telefonspeicher gelöscht. Jetzt kann ich nichts mehr nachweisen.
    Es sind schon ĂŒber 40 Euro aufgelaufen, da ĂŒber T-Mobile abgerechnet wird. Da war nach 4 Wochen nichts drauf, erst nach zwei Monaten kam die Rechnung ins Haus und ich wurde auf die Fa. Burda Wireless GmbH aufmerksam. Ich wußte erst garnicht was die von mir wollen. Nach mehreren EMails mit dem „Kundendienst“ bleibt mir keine Wahl. T-Mobile hĂ€lt sich auch fein raus und kann nicht zurĂŒck buchen. Was kann man noch tun???
    Vielleicht sollte man Herrn Burda ĂŒber diese Abzocke mal aufklĂ€ren!!!

    Gruß
    René

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