Handwerkliche Tradition in Bad Ischl

Auf dem Weg nach Bad Ischl, die Fahrt f√ľhrt durch kleine Orte und teils schmale, landwirtschaftlich genutzte Feldwege, reicht die Zeit f√ľr ein frisch gezapftes Bier im Gasthof zur Wacht.

Von h√∂heren Lagen kommend erreiche ich das ins Kaiserst√§dtchen √ľber eine steil abfallende Stra√üe und fahre durch den Park direkt in Richtung Innenstadt. Hier f√ľhrt Hutmacher Franz Bittner eine der traditionsreichsten Hutmanufakturen √Ėsterreichs in f√ľnfter Generation, gegr√ľndet 1862.

Damals arbeiteten 50 Mitarbeiter in der Hutmanufaktur. Heute sind es 14 Frauen, die in der Werkstatt und im Bad Ischler Fachgeschäft tätig sind. Franz Bittner ist einer der letzten seiner Zunft, doch könne er sich nichts anderes vorstellen. Mit Qualität der rein handwerklichen Produktion sowie Aktualität und Kundenservice behauptet er sich auf den internationalen Märkten.

Bittner fertigt ausschlie√ülich klassische Trachtenh√ľte aus Naturmaterialien in aufw√§ndiger Handarbeit sowie Strohh√ľte aus vorgefertigten, fein geflochtenen Borten, im Jahr etwa zwischen 12000 und 15000 St√ľck, und zwar nur auf Bestellung. Die Wartezeit f√ľr einen Hut betr√§gt etwa 3-4 Wochen.

Seine H√ľte haben ihren Preis, nicht zuletzt wegen der gestiegenen Kosten f√ľr das Rohmaterial, das er aus Portugal sowie aus Osteuropa (Tschechien, Polen, Slowenien) bezieht.

 

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