Die Eisheiligen 2020 kommen pĂĽnktlich

Sie heiĂźen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sofia und haben uns schon manchen FrĂĽhling verhagelt. Die Eisheiligen, das ist der Zeitraum vom 11. bis 15. Mai, in dem nach Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis Mitte des 19. Jahrhunderts immer wieder KaltlufteinbrĂĽche beobachtet wurden.
In diesem Jahr machen sie nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ihrem Namen alle Ehre:

Mamertus am 11. Mai zeigt sich in diesem Jahr im Süden Deutschlands sogar in einigen Regionen als „Schneeheilige“. Schnee ist dann vor allem in den östlichen Mittelgebirgen ein Thema, allerdings ziehen die Niederschläge rasch nach Süden ab, wenn die Kaltluft nachstößt. Vornehmlich im Erzgebirge ist etwas Neuschnee zu erwarten. In der Nacht auf Dienstag ist von den Alpen ausgehend bis weit ins Alpenvorland Schnee bis ins Tiefland zu erwarten. Durch Nassschnee in den Staugebieten von Alpen und Bayerischen Wald besteht dort das Risiko von Schneebruch in schon belaubten Wäldern.

Pankratius am Dienstag, 12.5.: In der Mitte und im Norden zeigen sich die Sterne am Himmel und es gibt bei längerem Aufklaren örtlich leichten Frost bis -3 Grad in 2 Meter Höhe und verbreitet Bodenfrost.

Auch in den Nächten zum Mittwoch und zum Donnerstag zeigen Servatius und Bonifatius dass man sie dieses Jahr ernst nehmen muss. Es kann wieder vor allem in der Mitte und im Norden Deutschlands örtlich leichten Frost in 2 Meter Höhe geben und verbreitet muss mit Bodenfrost bis -4 Grad gerechnet werden.

Auch die letzte der Eisheiligen, die kalte Sofia, fällt dieses Jahr (15.5.) nicht aus der Rolle. In 2 Meter Höhe soll es dann zwar schon frostfrei bleiben, aber am Boden kann es in der Mitte und im Osten Deutschlands nochmals leichten Frost geben.

eisheilige

Grafik: @ DWD

Woher haben die Eisheiligen ihre Namen?

Die Namenstage sind die frühchristlicher Bischöfe und Märtyrer. In Norddeutschland gelten vor allem die Tage vom 11. bis 13. Mai als Eisheilige (Mamertus, Pankratius und Servatius). Im Süden und Südosten Deutschlands zählen noch der 14. (Bonifatius) und der 15. Mai (kalte Sofia) dazu. Dort ist dann der 11. Mai nicht gültig. Die eintägige Differenz entsteht, weil die Kaltluft bei Eintritt der Nordwetterlagen rund 24 Stunden benötigt, um von der Küste bis zu den Alpen vorzudringen. Ein Kaltlufteinbruch im Mai kann in ungünstigen Lagen oder auch im Alpenvorland durchaus noch mal Frost bringen. Vor allem Gärtner und Winzer fürchten die Schäden an jungen Kulturen, die oft schon bei geringen Kältegraden eintreten können.

Quelle: DWD

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