Das passende Theme

[Dieser Beitrag ist veraltet!]F├╝r kommerzielle Zwecke kommen in erster Linie solche Themes in Betracht, welche die neuen Webtechnologien unterst├╝tzen. Es sei denn, der Kunde m├Âchte es anders. Da HTML5 erst im kommenden Jahr verabschiedet wird, muss man eh etwas vorsichtig damit sein. Kunden legen meiner Erfahrung nach noch immer mehr Wert auf das Aussehen und den Preis denn auf sauberen Code und moderne Technologie. Bei „responsiv“ kann man sie schon eher ├╝berzeugen.

Entscheidend f├╝r den Erfolg einer Pr├Ąsentation ist u.┬áa., dass Kunden verstehen, was die Webseite leisten soll: N├Ąmlich nicht dem eigenen Ego gen├╝gen, sondern den potenziellen Besuchern all das schnell und ├╝bersichtlich zug├Ąnglich zu machen, was sie auf der Webseite suchen. Die Wahl des Themes richtet sich genau danach. Etwas Experimentieren geh├Ârt f├╝r einen Webmaster dazu. Daher spreche ich im Beitrag weiter unten einige Themes an und erkl├Ąre deren Vorz├╝ge und Nachteile, um die Problematik ein wenig verst├Ąndlicher zu gestalten. Was jetzt kommt, ist ein reiner Erfahrungsbericht und erhebt keinen Anspruch auf Vollst├Ąndigkeit.

Fertigware oder selbst programmieren?
F├╝r jede Anforderung gibt es eine wirklich gro├če Anzahl von modernen Themes: Galerien, Portfolios, ganz einfache, Videothemes, die Liste k├Ânnte ich fortsetzen. Der Trend im Massenmarkt geht hin zu Themes, die sehr viele Funktionen vereinen und oftmals ├╝berdimensioniert sind. Webentwickler mit Kenntnissen in HTML5, CSS3, JavaScript und jQuery k├Ânnen nachtr├Ąglich die eine oder andere Funktion oder Spielerei einarbeiten, da muss es nicht immer ein aufgebl├Ąhtes Theme mit viel zu vielen Shortcodes, Galerientypen, Pluginfunktionen und Templates sein. Meiner Erfahrung nach nutzen Kunden das gar nicht aus, weil die Einarbeitungszeit zu gro├č ist.

Beispiel f├╝r ein Galerie-Hack: http://hacks.mozilla.org/

Bei ganz speziellen Anforderungen, gerade f├╝r Kundenprojekte, m├╝ssen Webmaster sowieso Anpassungen im Code vornehmen. Nat├╝rlich ist das Ergebnis rein preislich nicht mit Standard-Themes um die 20 bis 100+ Euro vergleichbar. Daher sollten sich Webentwickler und Kunden dar├╝ber verst├Ąndigen, ob es nicht reicht, ein ÔÇ×fertigesÔÇť umzuarbeiten. Auch so kann man schon viel f├╝r ein ├╝berschaubares Budget erreichen.

F├╝r einige wenige Premium-Themes habe ich eine Lizenz gekauft und nach meinen W├╝nschen mit einem Child-Theme versehen, um bei Updates ├ťberschreibungen zu vermeiden. Zusammenklickbare Funktionalit├Ąten, wie sie beispielsweise das Theme „Dixit“ (zu kaufen bei Themeforest) vorweist, sind allenfalls etwas f├╝r Einsteiger. Gleiches gilt f├╝r Themes mit sehr vielen anw├Ąhlbaren Theme-Optionen im Backend. Mehr Flexibilit├Ąt haben Entwickler mit einem Child-Theme.

Da das System WordPress permanent weiterentwickelt wird, stehen Theme-Autoren unter Zugzwang. Nicht alle neuen Funktionen werden sofort oder ├╝berhaupt eingearbeitet. Die wichtigsten nat├╝rlich schon, um Kompatibilit├Ątskonflikte zu vermeiden. Damit verhindern Theme-Entwickler unn├Âtige Anfragen im Support und stellen ihre Kundschaft zufrieden.

Der sch├Âne Schein
Schicke Themes haben es manchmal in sich: Viel Technik wird geladen, um die Darstellung zu erm├Âglichen. Das verlangsamt nicht nur die Ladezeit, sondern kann auch zu Konflikten f├╝hren. Am ehesten entdeckt man Schw├Ąchen des Themes, wenn man auf ein anderes Theme, z. B. das Standardtheme von WordPress switcht.
Und mal in die Datei error.log schauen. Nie geh├Ârt? Dann wirdÔÇÖs Zeit! Fragen Sie Ihren Provider, ob Sie Zugang zu Verwaltungstools, wie Confixx oder Plesk haben. Dort sehen Sie die Fehlerstatistik. Die Liste mit Fehlern im error.log kann ellenlang sein, nicht erschrecken ­čśë Am besten, erstmal tief durchatmen und ggf. den Theme-Entwickler anschreiben, wenn der Fehler h├Âchstwahrscheinlich mit dem Theme zusammenh├Ąngt.

Wenn trotz Kontakts und Support-Forum nichts mehr geht, hat man wirklich ein Problem. Als Beispiel sei hier das Theme Avalon Style von Onur Oztaskiran genannt – eigentlich ein schlichtes Theme mit moderner Technik, wie HTML5 und CSS3, aber eben nicht fehlerfrei.

Der Entwickler hatte im Forum den im Bild angesprochenen Bug eingestanden und versprochen, ihn mit dem Release Ende November 2011 zu beheben. Darauf warten die User heute. Im Fr├╝hjahr 2013 hatte Onur eingestanden, das Theme nicht weiterzuentwickeln – schade. Stattdessen verkauft er das fehlerhafte Theme weiterhin ├╝ber Themeforest, einer von vielen Vermarktungsplattformen f├╝r Entwickler.
Wer hier kauft, kann sich eine Demo oder Screenshots sowie eine umfangreiche Beschreibung ansehen, jedoch meist keine Themes testen. Ein Fehler offenbart sich dann erst nach der Installation. Doch es gibt im Web auch etliche Entwickler, die eine Demo-Version vor dem Kauf anbieten.

Der australische Entwickler Ruhul Amin begr├╝ndet in seinem interessanten Artikel ÔÇ×When Themes Go WildÔÇť, warum ein korrektes Theme so wichtig ist:

The amount of time you will be spending to fix issues that all stem from the bad theme is just not worth it!

TIPP: Nutzen Sie den Markup Validation Service, um festzustellen, ob das von Ihnen bevorzugte Theme validen Code enth├Ąlt.

Theme-Empfehlungen: Zum Weiterlesen bitte S. 2 unten anklicken.

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  1. Sch├Âner Beitrag, der die wichtigen Punkte zur Theme-Wahl gut zusammenfasst. Zum Thema Validierung eine Anmerkung: Im HTML5-Modus wirft der Validator z.Z. Fehlermeldungen f├╝r bestimmte Attribute wie z.B. role und schema aus. Die betreffenden Attribute bzw. ihre in WordPress-Themes bevorzugten Werte (z.B. role=“complementary“ f├╝r eine Seitenleiste mit Widgets) m├Âgen (noch) nicht zum HTML5-Standard z├Ąhlen, k├Ânnen jedoch die Accessibility verbessern und richten auf keinen Fall Schaden an. Daher bitte mit Augenma├č validieren! ­čśë

  2. Moritz sagt:

    Sch├Âner Aritkel zum Thema Theme-Wahl. Der Aussage zum Umarbeiten eines fertigen Themes um dadurch Geld zu sparen, kann ich nicht ganz zustimmen. Oft f├Ąllt dem Kunden unterwegs noch etwas ein, was er gerne haben m├Âchte, was jedoch nicht in das Theme passt. Oder aber die Theme-Struktur ist sehr gew├Âhnungsbed├╝rftig. So habe ich die Erfahrung gemacht, dass man bei einem Umbau die Rahmenbedingungen komplett festgelegt, und auch keine weitgreifenden ├änderungen mehr machen sollte.

    • Ramona Hapke sagt:

      @Moritz: Prima, dass du dich hier zu Wort meldest und von deinen Erfahrungen berichtest. Ich meinte mit „dar├╝ber verst├Ąndigen“, dass sich Agentur und Kunde ├╝ber die Rahmenbedingungen einigen m├╝ssen. Sp├Ątere Eingriffe, da stimme ich dir zu, sind nur noch schwer umsetzbar bzw. werden unn├Âtig teuer. Du willst hier ausdr├╝cklich davor warnen, ewig am Theme herum zu schrauben. Wichtiger Hinweis, danke.

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