Cybercrime – dateilose Bedrohungen nehmen um 265 Prozent zu

Trend Micro, einer der weltweit führenden Anbieter von IT-Sicherheitslösungen, veröffentlichte am 28. August 2019 seinen Bericht zur Lage der Cybersicherheit im ersten Halbjahr 2019. Der Bericht zeigt einen massiven Anstieg von dateilosen Angriffen, die bösartige Aktivitäten verschleiern sollen. Die Zahl von erkannten dateilosen Bedrohungen stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 265 Prozent.

Halbjahresvergleich der blockierten dateilosen Angriffe: Die Zahl von erkannten dateilosen Bedrohungen stieg im Vergleich zur ersten Hälfte 2018 um 265 Prozent.
Bild: Trend Micro

Nach Angaben von Trend Micro werde das Vorgehen der Angreifer immer intelligenter und nehme besonders solche Ziele ins Visier, die den höchsten Profit versprechen. Die Angreifer setzen auf ausgefeilte und heimliche Angriffe, die möglichst heimlich die Schwachstellen von Mitarbeitern, Prozessen und Technologien ausnutzen.

Der beobachtete Anstieg an dateilosen Bedrohungen bedeutet, dass Cyberkriminelle zunehmend auf Angriffe setzen, die nicht von traditionellen Security-Filtern erkannt werden, da sie innerhalb des Arbeitsspeichers ausgeführt werden, sich in der Registry verstecken oder eigentlich gutartige Tools missbrauchen. Darüber hinaus haben auch Exploit Kits wieder an Popularität gewonnen und verzeichnen einen Zuwachs von 136 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die am häufigsten entdeckte Malware-Art blieben auch in der ersten Jahreshälfte 2019 Kryptowährungs-Miner, die zunehmend auch in Server und Cloud-Umgebungen eingeschleust werden. Eine weitere Vorhersage wird ebenfalls bestätigt: Die Zahl von Routern, die in mögliche Angriffe involviert wurden, stieg im Vergleich zur ersten Hälfte 2018 um 64 Prozent. Dafür sind mehrere Mirai-Varianten verantwortlich, die nach exponierten Geräten suchen.

Darüber hinaus nahmen auch digitale Erpressungsversuche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 319 Prozent zu, was frühere Erwartungen bestätigt. Auch Business E-Mail Compromise (auch Chef-Masche oder CEO-Fraud genannt) bleibt eine große Bedrohung – die Zahl entdeckter Versuche stieg im Vergleich zu den vergangenen sechs Monaten um 52 Prozent. Einen Zuwachs von 77 Prozent im gleichen Zeitraum konnten Dateien, E-Mails und URLs mit Ransomware-Bezug verzeichnen.

Insgesamt konnte Trend Micro in der ersten Jahreshälfte über 26,8 Milliarden Bedrohungen blockieren – 6 Milliarden mehr als in den ersten sechs Monaten 2018. Auffällig war, dass 91 Prozent dieser Bedrohungen über E-Mails in die Unternehmen kamen. Um fortschrittliche Angriffe effektiv erkennen und abwehren zu können, sind intelligente, mehrschichtige Lösungen erforderlich, die Daten über Gateways, Netzwerke, Server und Endpunkte korrelieren können.

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