Benutzerdefinierte Ă„nderungen an Themes und Plugins

Mit dem Customizer und Page Builder gibt uns WordPress Instrumente zum Anpassen oder Individualisieren von Themes in die Hand. Manche wollen diese Optionen nicht oder kaum nutzen und benötigen ganz individuelle Anpassungen, die ĂĽber das Aussehen einer Webseite hinausgehen. Mit PHP-Kenntnissen kann man beispielsweise Templates anlegen und Funktionen modifizieren oder hinzufĂĽgen. Doch das sind Anpassungen, die nicht jeder Hoster zulässt und die freilich einen gewissen Kenntnisstand ĂĽber den Aufbau von WordPress erfordern. Man muss bedenken, dass bei einem Update hart gecodete Ă„nderungen ĂĽberschrieben werden. Ein paar mehr Gedanken dazu …

Sind es „nur“ Anpassungen im Aussehen, sichert man sich am besten die style.css (oder wie immer sie heißen mag) an einem anderen Ort auf der Festplatte. Generell speichere ich Themes- und Plugin-Originale in einem speziellen Verzeichnis. Kürzlich hatte meine Änderung in einer functions.php zu einer Fehlermeldung am Bildschirm geführt. Trotz Rückgängigmachung der Änderung ließ sich das Teil nicht dazu bewegen, wieder richtig zu arbeiten. Lösung: functions.php erstmal auf dem Server löschen, nicht nur mit der Ausbesserung überschreiben, danach neu hochladen.

Eine saubere Lösung für benutzerdefinierte Style-Änderungen sind von Theme-Entwicklern bereitgestellte Dateien, z. B.custom.css, wo benutzerdefinierte Codes die Anweisungen der style.css außer Kraft setzen. Die custom.css (sie kann auch anders heißen) Datei ist bereits funtkionstüchtig in das Theme eingebunden.

Besser ist das Anlegen eines Child-Themes, wobei die Anpassugnen weit über das Design hinausgehen können. Was für Child Themes spricht, erklärt Caspar Hübinger. Er vergleicht Child-Themes mit bereitgestellten Theme-Optionen des Entwicklers. Doch auch mit Child-Themes kann es zu Problemen kommen, weil irgendwann der WP-Standard nicht mehr abgebildet wird. Man muss also auch hier schauen, ob die Codes noch dem Codex entsprechen und sich dafür in jedem Fall in WordPress tief genug einarbeiten.
Hier einige Links zu Seiten, die die Vor- und Nachteile von Child-Themes erläutern:

Vor einem Update von Programmen, die ich hardgecodet habe, prüfe ich, welche Dateien der Entwickler auch wirklich verändert hat.

Eigene Anpassungen kann ich so besser nachvollziehen und weiß, welche Dateien ich nochmals „anfassen“ muss.
Zum Vergleichen nutze ich das Tool „ExamDiff “, das es auch in einer Free-Version gibt.
Die Pro-Variante kostet ca. $35. Ich habe mich fĂĽr dieses Programm entschieden, weil es trotz eines groĂźen Funktionsumfanges sehr einfach in der Handhabung ist. FĂĽr die Online-Variante DiffNow mĂĽssen zu vergleichende Dateien hochgeladen werden.

Änderungen sollte man grundsätzlich dokumentieren.

Ob versehentlich oder nicht, mehrere Kopien eines Plugins sollte man keinesfalls auf den Server hochladen. Den folgenden Hinweis der Entwickler Ivy und Amin (http://www.tipsandtricks-hq.com/) habe ich so deutlich noch nirgends gelesen:

Special Note: Some people have this bad habit of keeping multiple copies of the same plugin in the “plugins” directory. This is the source of many problems. Please note that you should only have one version of any WordPress plugin in the plugins directory at any given time. If you want to keep backups then you can keep it in your “uploads” directory or your computer’s hard drive.

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