007 im Firmennetz

bobkentSein Name ist Kent, Bob Kent. Er ist nicht etwa der smarte schottische Super-Held, sondern ein ausgemachter Bösewicht. Der digitale Schurke, eine Comic-Figur der Firma Blue Coat, veranschaulicht vollkommen untechnisch in einer Computeranimation, was er Böses mit dem Unternehmensnetz vorhat. Kent schlüpft in die Rolle eines Dr. NO, der einen erbarmungslosen Krieg gegen Sicherheitsinstanzen im Netz führt: Er lädt Dateien aus dem Internet herunter, die mit Viren, Trojanern und Würmern infiziert sind. Der Saboteur schleust digitale Spione ein, die vertrauliche Informationen enthüllen und Daten zerstören. Er verschwendet Bandbreite und Speicherkapazität durch Datentausch und Videostreaming. Bob Kent erzeugt Produktivitätsverluste wegen nicht arbeitsrelevanter Internetnutzung.

Der Mitarbeiter in der Firma (Nutzer) schaut Bob Kent bei seinen Machenschaften ĂĽber die Schulter und beobachtet ihn beim Surfen. Dadurch erlebt der Nutzer, wie sich Surf-Verhalten positiv beeinflussen lässt, wenn „007“ (ein Sicherheits-Produkt von Blue Coat) im Einsatz ist.

Das Video ĂĽber Bob Kent tritt an, die Welt zu retten, die Daten-Welt im Firmennetz: „Visibility. Then Control.“ Nicht im Auftrag ihrer Majestät, sondern im Auftrag des Chefs. Denn ihm geht es an den Kragen, wenn er ein angemessenes IT-Sicherheitsniveau nicht gewährleistet. Da spielt es keine Rolle, ob bei den Sicherheitsverstößen Vorsatz im Spiel war oder nicht.

Der Firmen-Chef bzw. sein EDV-Administrator hat „die Lizenz zum Töten“ unerlaubter und gefährlicher Prozesse sowie zum Definieren der Regeln, die fĂĽr den ein- und ausgehenden Datenverkehr und Anwendungen im Netz gelten sollen. Die eigentliche Arbeit erledigt ein ca. vier Zentimeter flaches und 50 mal 60 Zentimeter groĂźes Gerät, Appliance genannt – der James Bond im Firmennetz.

Appliances sind nicht mit technischen Spielereien eines „Q“ ausgestattet, sondern selbst komplexe Lösungen aus Hard- und Software, die „Bösewichte“ fern halten und das Verhalten der Benutzer im Firmennetz kontrollieren und steuern. In der Regel bemerkt der Nutzer von all dem nichts. Doch der Administrator kann die Appliance so konfigurieren, dass sie eine Meldung am Bildschirm ausgibt, z. B.:

„Hallo Herr Kent, Sie erhalten eine Nachricht von Ihrer EDV-Abteilung: Ihr Rechner versucht, Informationen an eine Spyware-Seite zu senden. Der Versand vertraulicher Nutzerdaten wurde unterbrochen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an unsere Abteilung, Tel. 12345. Die Internet-Nutzungsrichtlinien unseres Unternehmens finden Sie unter www.intranet.beispielfirma.de“.

Dieser mit dem gewissen Charme eines Bond hervorgebrachte Hinweis erinnert die Mitarbeiter daran, ihr Fehlverhalten zu korrigieren. In den meisten Fällen handelt es sich nicht um Vorsatz, eher um Neugierde, Ăśbereifer oder ein Versehen. Bob Kent surft letztlich fĂĽr einen guten Zeck: das Bewusstsein fĂĽr Sicherheit bei den „Netzarbeitern“ zu entwickeln und wach zu halten. Und damit verliert er eigentlich das Image des Schurken wieder, wirkt beinahe wie ein gönnerhafter Dr. NO.

Die Appliance hat äuĂźerlich nichts gemein mit ihrem Film-Pendant, ist aber leider ebenso wenig unverwundbar. Auch fĂĽr die Netzwerksicherheit gilt: „Sag niemals nie“.

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