Warum Mallorca im November so gut tut

Sonne, Strand und Meer im November – das können sich immer mehr Menschen vorstellen, lassen die Besucherzahlen der Insel Mallorca im Herbst vermuten. Die meisten Hotels und gastronomischen Einrichtungen sind nach der Sommersaison bereits geschlossen, einige aber verlängern bis Mitte November, so dass an warmen Novembertagen die Strände, Cafés und Restaurants sehr gut besucht sind. Selbst Regen und kühlere Temperaturen fühlen sich bei der Ankunft aus der fast winterlichen Heimat angenehm an.

Die Tage werden kürzer, das Wetter wechselt oft sprunghaft. Morgens Gewitter, dann strahlend blauer Himmel und Badewetter, nachts Dauerregen, all das ist der November auf der Insel. Wobei ein Jahr nicht dem anderen gleicht. Die Restaurants rüsten mit wärmendem Feuer und Schutz vor Regen und Gischt auf den Terrassen am Meer.

Wenn die Sonne hervorblitzt, verzaubert das türkisblaue Meer die Spaziergänger auf den Promenaden. Die einheimischen Märkte laden zum Stöbern ein, die noch geöffneten Geschäfte locken mit satten Rabatten. Zeit für schöne Momente in der Natur, überraschende Entdeckungen, es eilt ja nicht.

Ich habe Mallorca ganz gezielt wieder im November besucht, um das Flair und die mallorquinische Küche zu genießen, nette Menschen zu treffen, Neuigkeiten von der Insel zu erfahren. Hier ein kleiner Auszug, mehr davon dann in TENDENCY® Ausgabe 2/2018.

Ein Besuch in ArtĂ 

<img src="http://www.tendency-magazin.com/wp-content/uploads/2017/12/unterwegs.jpg" alt="unterwegs in Santa Catalina" width="1024" height="768" class="size-full wp-image-17845" /> unterwegs in Santa Catalina

Wo sich sonst Touristenströme vorbeischieben, bleibt Zeit, sich einmal umzusehen. Bspw. in den netten Geschäften des Städtchens Artà. Im Keller oder in den oberen Stockwerken der alten Häuser verbergen sich wahre Schätze. Ebenerdig Mode und Kunst im Keller, Lifestyle plus Ausstellung im Obergeschoss. Die Stadt macht ihrem Namen als Heimat vieler Künstler alle Ehre. Museen zeigen das Leben der Mallorquiner, wie es wirklich ist und war.
Museun in Arta

Palma erkunden

Rabatte laden dazu ein, im Herbst an Weihnachtsgeschenke zu denken. Im Shoppingrausch einen Gang herunterschalten und sich aller Ruhe einen Kaffee oder Drink gönnen – das tut gut! Und wenn es tagsüber wärmer wird, mal eben im Meer schwimmen und Sonne tanken! Und wer jetzt zu frösteln beginnt, dem darf ich sagen: 22 Grad Wassertemperatur, nach Regentagen etwas weniger, herrlich!

Am Plaza Major und in den angrenzenden Gassen bis hinunter zur Rambla und dem Platz Weyler mit unzähligen Geschäften, Cafés und Restaurants lässt es sich jetzt angenehm verweilen und schöne alte Häuser und Kirchen bestaunen.

Optimal für Erkundungen in der Altstadt präsentiert sich das Hotel TRES in der Calle (Straße) Apuntadores 3 nahe des Passeig del Born und der Kathedrale. In guter Nachbarschaft mit großen Marken kann man hier fußläufig tolle Geschäfte erreichen , da findet sich bestimmt etwas für den großen und auch kleinen Geldbeutel. Nur zwei Gassen weiter parallel zum Hotel in der Carrer de Sant Feliu (danke für den Tipp an meine Freundin Nicole) erwarten viele kleine Designer-Boutiquen, Bodegas und Restaurants ihre Besucher.

Handelsboerse PalmaNeugierig auf das „wirkliche Palma“ starte ich vom TRES durch die Gasse in Richtung Llotja dels Mercaders (Handelsbörse), das sind nur einige Minuten zu Fuß. Das Meisterwerk bürgerlicher gotischer Architektur La Lonja, Namensgeber für den Stadtteil, wird heute für Ausstellungen benutzt. Der Platz am Gebäude ist Treffpunkt für ein gemeinsames Essen und Trinken, einen Nachmittagskaffee oder ein Eis.

Von hier aus, das Meer zu meiner Linken, setze ich meine Erkundung fort, um die Markthalle im Stadtteil Santa Catalina zu besuchen. Immer wieder bleibe ich stehen, um die schönen alten Stadthäuser zu bewundern. Manche wurden gerade saniert, beeindruckend! Und sicher wahnsinnig teuer. Handwerker entkernen die Häuser manchmal komplett, um ihnen ein neues und zeitgemäßes Innenleben zu verpassen.

unterwegs in Santa Catalina

unterwegs in Santa Catalina

In den Gassen kann man sich schon mal verzetteln. Aber das ist gut so, denn ich komme auf diese Weise immer wieder mit sehr freundlichen Einheimischen in Kontakt. So auch in der Markthalle, die im Winter bereits um drei Uhr nachmittags schließt. Mit einem typisch mallorquinischen Snack im Magen (Lammragout) und einem Abschiedsfoto auf der Speicherkarte meiner Kamera schlendere ich gemächlich auf der Promenade am Meer entlang zurück ins Hotel.

Hier gönnte ich mir ein Bad im beheizten Yakuzzi auf dem Dach des Hotels mit Blick hinüber zur beleuchteten Kathedrale, zum Hafen und zu den Bergen. Ein wunderbares Gefühl!

Wetter und Service

Erlebnis Mallorca im Spätherbst ist auch immer Erholung. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, sollte man sich über aktuelle Gegebenheiten informieren, wie bspw. die geänderten Fahrpläne der Busse und die Öffnungszeiten der Geschäfte und großen Kaufhäuser. Ein Regenschirm kann nicht schaden, wenngleich die Temperaturen manchmal noch sommerliche Werte erreichen.

Die Sonne steht im November schon tief und erreicht die Gassen der Städte nur kurz. Daher ist Zwiebelllook angesagt. Eine winddichte Weste und ein Tuch schützen an windigen Tagen. Im Freien in der Sonne dürfen es aber auch das Sommerkleid und die kurze Hose sein.

Leider bin ich bei meinem Aufenthalt auf Mallorca erstmals mit einer unangenehmen Situation konfrontiert worden: Spanner und Diebe am Naturstrand Es Trenc. Auch in den Wintermonaten wird das Areal, das mehrere Zugänge hat, von Spaziergängern und Wanderern gut frequentiert. In den Büschen der offenen Dünen und an den Parkflächen treibt sich aber leider auch allerlei kriminelle Energie herum. So erzählte mir ein Mann, dass einen Tag zuvor sein abgeschlossenes Auto durchwühlt worden ist. Man sollte durchaus Ausschau halten, ob man von „Typen“ beobachtet wird. Mir ist so einer aufgefallen, schlanke Statur. Nie hätte ich daran gedacht, dass dies ein Spanner sein könnte.

Mallorca ist dennoch eine Reise wert. In den zwei Wochen meines Aufenthaltes habe ich so viele nette Leute getroffen und bezaubernde, vielfältigste Eindrücke gewonnen, dass ich gerne wiederkomme.

Irgendwann ist dann auch der schönste Kurzurlaub zu Ende. Bevor mich das Taxi zum Flughafen bringt, serviert mir Adriana vom Service im Hotel TRES zum Abschied einen köstlichen Ziegenkäsesalat. Er scheint meine Leibspeise zu werden. Auf der Insel bekommt man ihn in verschiedenen Varianten, bspw. mit karamellisiertem Käse.

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