Bauboom mit mehr Bauschäden

Die Zinsen sind niedrig, das Baugeld ist daher billig. Viele Menschen wollen sich in dieser Situation den Traum vom eigenen Heim erfüllen. Doch die Baubranche kann dem Ansturm kaum noch gerecht werden. Der Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) beklagt eine steigende Anzahl an Bauschäden beim Neubau von Wohngebäuden um 89 Prozent seit dem Eintreten des Baubooms.

Der neue Bauschadenbericht 2018 liefert Zahlen: Durchschnittlich seien die Bauschadenkosten von 49.000 Euro in 2006/2008 auf aktuell knapp 84.000 Euro gestiegen.

Verantwortlich für die alarmierenden Zahlen sind vor allem die hohe Marktauslastung, der Fachkräftemangel und eine unzureichende Planung.

Besonders mangelbehaftet seien Dächer, Decken, Fußböden und Wände sowie die Haustechnik. Eindringende Feuchtigkeit, die nicht vorschriftsmäßige Ausführung, Maßfehler, Risse und falsche Abdichtung sind die vorherrschenden Schadensbilder, zeigt die Studie.

In Anbetracht der genannten Schadensbilanz müssen Bauherren selbst tätig werden, etwa mit einer baubegleitenden Qualitätskontrolle vorbeugen. Auch die Bauunternehmen sieht der BSB in der Pflicht: Sie müssen deutlich mehr in die Qualifikation ihrer Mitarbeiter investieren und Fachplaner hinzuziehen.

Der Bauschadenbericht 2018 ist abrufbar unter der Internetadresse www.bsb-ev.de/studien/analysen-und-studien/.

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